Projekt Buchstart

13 Büchertipps für die Kleinsten

Plitsch, platsch, Kuckuck? Da! – Macht das Vorlesen uns Erwachsenen bei den Kleinsten nicht fast am meisten Spass? Zugegeben, nach dem zwanzigsten Mal mag es etwas repetitiv werden. Umso besser, präsentiert Buchstart jedes Jahr eine Liste mit 13 empfehlenswerten Büchern.

Welches kleine Kind mag es nicht, das «Büechli aluege». Ob dabei sorgsam umgeblättert, die Leserichtung eingehalten oder jede Seite einzeln betrachtet wird – Hauptsache, es plitscht und platscht eben schön in den Ohren und es lässt sich dafür vergnüglich und geborgen bei den Erwachsenen einkuscheln. Dadurch stärkt Vorlesen die Beziehung und fördert ganz nebenbei die sprachliche Entwicklung, was nur zwei der vielen positiven Effekte des Vorlesens sind.

Zur Inspiration für die gemeinsamen Lesemomente empfehlen unabhängige Expertinnen und Experten vom Projekt Buchstart jedes Jahr Bilder- und Vorlesebücher für Kinder bis drei Jahre. Diverse Empfehlungen gibt es dabei in den Bibliotheken des Kantons Zürich zu finden.

Projekt Buchstart

Das Projekt Buchstart fördert die erste Begegnung von Kindern mit Büchern. Ein Ziel ist es, jedem neugeborenen Kind in der Schweiz den Zugang zu einem ersten Buch zu verschaffen.

Buchstart ist ein Projekt zur frühen Sprachbildung von Bibliomedia Schweiz und SIKJM. Die Bücher für Neugeborene gibt es auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Eine Ausgabe wurde zudem in 16 weitere Sprachen übersetzt.

Warum vorlesen?

  • Vorlesen schafft Nähe und gemeinsame Erfahrungen. Beim Vorlesen sind die Geschichten nicht alles. Das gemeinsame Erlebnis, das geteilte Vergnügen und die miteinander verbrachte Zeit sind mindestens ebenso wichtig. Dadurch stärkt Vorlesen die Beziehung.
  • Vorlesen gibt Kindern Wortschatz. Kinder nehmen beim Vorlesen unbewusst und spielerisch Erzähl- und Sprachmuster wahr und werden mit schriftsprachlichen Ausdrücken vertraut. Wer Kindern vorliest, stärkt allgemein ihre Sprachkompetenz.
  • Vorlesen hilft Kindern, schneller und lieber zu lesen. Verschiedene Studien zeigen: Kinder, denen regelmässig vorgelesen wird, lernen besser Lesen, verbringen mehr Zeit mit Büchern und haben mehr Spass daran, als Kinder, denen nicht vorgelesen wird.
  • Vorlesen stärkt die Fähigkeit zur Empathie. Geschichten lassen Kinder mitfühlen und miterleben. Sie lernen, sich in andere Perspektiven zu versetzen und können eigene Erfahrungen und Gefühle damit vergleichen. Dies kann Kindern helfen, eigene Probleme und Sorgen zu verarbeiten – auch deshalb, weil Vorlesen in Familien Anlass zu Gesprächen und Austausch gibt.
  • Vorlesen motiviert zum Selberlesen. Wer Kindern vorliest, lebt vor, dass Lesen Freude machen kann. Sie werden genussvoll in die literarische Welt eingeführt und neugierig auf all die unbekannten, in Büchern verborgenen Welten gemacht. Vorlesen trägt so zur Entstehung eines positiven Bezugs zum Lesen bei und fördert die Motivation am eigenen Lesen.

Quellen: Vorlesetag und jährliche Vorlesestudien der Stiftung Lesen