Spielerisch die Entwicklung fördern

6 Kinderverse und Fingerspiele in Mundart

Kinder lieben Verse und Finger­spiele. Dabei bringen sie Kinder nicht nur zum Lachen, neben­bei unter­stüt­zen die Reime auch ihre Entwick­lung. Sie stärken etwa auf spie­le­ri­sche Art ihr Gefühl für Laute, Silben und Klänge, fördern die Fein­mo­to­rik und schaf­fen Nähe.

10 chlini Zappel­männli

10 chlini Zappel­männli zapplet hin und här, (mit allen 10 Fingern auf dem Körper vom Kind herum­tan­zen)
10 chlini Zappel­männli findet das nöd schwär.
10 chlini Zappel­männli zapplet uf und ab,
10 chlini Zappel­männli findet das sauglatt.
10 chlini Zappel­männli zapplet zringelum,
10 chlini Zappel­männli findet das nöd dumm.
10 chlini Zappel­männli schlü­fed is Versteck,
10 chlini Zappel­männli sind uf eimal weg! (die Hände verste­cken)
10 chlini Zappel­männli rüefed luut «Hurra!».
10 chlini Zappel­männli sind alli wieder da! (alle Finger wieder zeigen)

Rägerä­ge­tröpfli

Rägerägetröpfli,
es rägnet uf mis Chöpfli. (mit den Fingern leicht auf dem Körper des Kindes herum­trom­meln)
Es rägnet abe is grüene Gras,
da wärdet mini Füessli nass. (Füsse sanft kitzeln)

Fäns­ch­terli zue

Fäns­ch­terli zue, (Augen leicht zudrü­cken)
Lädeli zue, (Ohren kurz nach vorne klappen)
Türe zue, (Lippen sanft zusam­men­drü­cken)
bschliesse! (an der Nase drehen)

Foif Säuli

Foif Säuli chömed z laufe.
De Puur wett sie verchaufe!
S’Schnüffelnäsli, (fein die Nase zum Wackeln bringen)
s’Gwaggelöhrli, (fein die Ohren zum Wackeln bringen)
s’Chugelränzli, (einen grossen Bauch zeigen)
s’Ringelschwänzli, (mit der Faust zwischen Rücken und Po Ringe fahren)
aber s’Chliinste, s’Wädlibei, (mit den Händen die Wade rollen)
rüeft: Mir sprin­ged alli wieder hei! (schnell mit den Händen hinter den Rücken sprin­gen)

Joggeli wottsch go riite?

Joggeli wottsch go riite? (Kind auf eigenen Knien reiten lassen, an den Händen halten)
Jo, jo, jo! (Antwort Kind oder beide)
Hesch d Bei uf beidne Siite?
Jo, jo, jo!
Hesch em Rössli Hafer gäh?
Jo, jo, jo!
Hesch em Rössli Wasser gäh?
Nei, nei, nei!
Denn riite mer zum Brunne
und riited drü mal umme,
denn macht das Rössli tripp­tripp­trapp (den Ritt holprig werden lassen)
und rüert de Joggeli ab! (Kind fest­hal­ten und zwischen die Knie fallen lassen)

Elfiglöggli/Mittagsglöggli

Alle Finger so mitein­an­der verschrän­ken, dass beide Hände zusam­men eine Glocke bilden. Einen Mittel­fin­ger aus der Verschrän­kung lösen und wie einen Glocken­klöp­pel zwischen den gerun­de­ten Hand­flä­chen hin- und herbe­we­gen.
S'Elfiglöggli/Mittagsglöggli lüütet scho,
jetzt isch Ziit zum Heigah.
Ufem Weg nöd umestah
und nöd wie n’es Schnäggli gah.
Bim, bam, bum.

Weitere Ideen

Hier finden Sie weitere Ideen zu Reimen und Finger­ver­sen. Auch die Vers- und Reim­da­ten­bank von SIKJM und die gesam­mel­ten Reime und Kinder­verse in Mundart und Hoch­deutsch von Buch­start bieten einen grossen Fundus.