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4 Fragen zu corona-sicheren Ostern

Ostern im kleinen aber feinen Kreis

Veröffentlicht am von Anna Kardos, AJB

Das Oster-Wochenende steht vor der Tür. Was darf man als Familie während der Feiertage? Und was ist verboten?
Der Himmel ist blau, die Ostereier bunt, es locken die Feiertage. Besser gesagt: Sie würden locken. Denn noch immer gelten die Corona-Vorschriften des BAG. Die Folge? Familienfeste fallen aus. Der Mindestabstand von zwei Metern erschwert das Eiertütschen. Und: Der Besuch bei Grosi und Co. ist auf unbestimmt vertagt.

Heisst das, dass an Ostern statt blauem Himmel die eigenen vier Wände auf Sie und Ihre Familie warten? Nicht unbedingt. Wir haben vier häufige Fragen von Familien für Sie beantwortet – mithilfe der Infoline des BAG; aktueller Medienmitteilungen sowie Material der SDA (Schweizerische Depeschenagentur).

Darf man an Ostern als Familie einen Ausflug machen und bräteln?
Wandern ist nicht verboten. Man solle aber nahe am eigenen Wohnort bleiben, sagt Bundesrat Alain Berset dazu. Es gehe darum, Spitäler und Ärzte nicht mit möglichen Unfällen zusätzlich zu belasten. Aus diesem Grund soll man auf Ausflüge und Touren mit hohem Verletzungsrisiko (Bergtouren, Skitouren) ganz verzichten. Bergbahnen dürfen zurzeit ohnehin nur von Einheimischen benutzt werden. Auch die Postautos transportieren keine Velos mehr und bitten darum, auf Freizeitfahrten zu verzichten. Nur so könne der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden.

Kann man einen Ausflug in einen anderen Kanton machen? Statt sich im Ballungsraum Zürich mit tausend anderen Zürcher Familien auf dem Üetliberg zu tummeln?
Das BAG rät nach wie vor davon ab zu reisen. Auch innerhalb der Schweiz. Die Beraterin der BAG-Infoline sagt: «Wichtiger als das Wohin ist, dass man die geltenden Regeln einhalten kann!»

Dazu gehört:

  • Nicht mit mehr als fünf Menschen unterwegs sein
  • Ballungen vermeiden
  • Mindestabstand von 2 Metern zu anderen Personen einhalten (natürlich dürfen Eltern ihre Kinder an die Hand nehmen)
  • Sich auch unterwegs oft die Hände waschen

Bundesrat Alain Berset sieht es ähnlich: Verboten ist eine Reise in ein Hotel oder in die Ferienwohnung zwar nicht, aber sie sei in diesem Jahr nicht angesagt, erklärt er: «Reisen beschleunigt die Epidemie». Viele Schweizer Familien haben eine Ferienwohnung im Tessin. Eine Reise dorthin müsse dieses Jahr ausfallen, mahnt Bundesrat Berset. Hier gelte es, dem Kanton Tessin zu helfen und ihn zu entlasten.

Darf man als Familie mit einer verwandten Familie feiern?
Zwar fällt ein privates Essen nicht unter das Verbot. Trotzdem weist das BAG nach wie vor darauf hin, dass man soziale Kontakte minimieren solle. «Je weniger Kontakte Sie haben, desto weniger können Sie sich anstecken oder das Virus weitergeben. Wer sich nicht sowieso täglich im eigenen Haushalt sieht, soll sich aktuell nicht treffen.»

Das gilt auch über die Feiertage. Feste oder Partys im eigenen Haus oder Garten mit mehr als fünf Gästen seien derzeit nicht angesagt. Die Polizei will über Ostern vermehrt patrouillieren, um Menschen darauf aufmerksam zu machen.

Gibt es eine corona-sichere Version des Eiertütschens?
Wenn sich bei Ihnen zu Hause Lötkolben, Metallsäge und Rohmetall in rauen Mengen stapeln, dann ist der Social-Distance-Tütsch für Sie kein Problem. Erfinder und Komiker Stefan Heuss ist so ein Glückspilz und zeigt, wie es geht.

Für alle anderen gilt: Tütschen Sie dieses Jahr nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt. Langweilig? Nicht unbedingt. Denn für einmal haben Sie allerbeste Chancen, Tütsch-Champion zu werden!

 

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