Die kjz-Sprechstunde

«Wie muss unser Baby angezogen sein für Spaziergänge in der Kälte?»

Mütter und Väter wissen am besten, was gut ist für ihr Kind. Doch ab und zu ist sogar die grösste Elternliebe froh um etwas professionelle Unterstützung. Bei allen Fragen rund um Familie und Erziehung weiss das Experten-Team unserer kjz-Sprechstunde Rat – kompetent, anonym und unkompliziert. Was immer Sie bewegt – wir sind für Sie da!


Liebes kjz
Ich bin im Januar Mama geworden und wir geniessen die Zeit und Ruhe mit unserer Tochter zuhause sehr. Trotzdem möchten wir langsam auch wieder längere Spaziergänge machen, damit uns die Decke nicht auf den Kopf fällt. Das aktuell sehr kalte Wetter verunsichert mich allerdings. Wann weiss ich, ob ihr kalt ist? Oder dass ich sie nicht sogar zu warm eingepackt habe? Was muss ich bei dieser Kälte mit meiner Tochter alles beachten, wenn wir raus wollen?
Angela F., Mutter aus Winterthur

Liebe Frau F.

Um Ihr Baby für Spaziergänge passend anzuziehen, können Sie sich in jeder Jahreszeit daran orientieren, wie warm Sie sich selbst anziehen. Die Kälte nimmt von der Peripherie, das heisst von Händen und Füssen, her Besitz vom Körper. Vorderarme und Unterschenkel sind darum ideal, um die Wärme zu prüfen. Hände und Füsse sind bei so kleinen Babys noch kein guter Messort. Sie fühlen sich oft kalt an, weil die Blutzirkulation durch die Beugehaltung der Arme und die Fausthaltung noch nicht so gut ist.

Um ein Überwärmen zu verhindern, fühlen Sie den Nacken des Babys. Fühlt es sich da sehr warm an, hat das Baby zu heiss. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Hände nicht zu kalt sind, sonst ist das Beurteilen schwierig. Beachten Sie auch Folgendes: Wenn Sie ihr Baby im Tragetuch oder einer Tragehilfe tragen und Ihre Jacke um das Baby herum schliessen, braucht es etwas weniger Kleidung, da Ihr Körper das Baby wärmt. Aber ziehen Sie ihm trotzdem eine Mütze an. In so einem Fall atmet das Baby nämlich auch weniger kalte Luft ein, da auch diese durch Ihre Körperwärme etwas angewärmt ist.

Denken Sie aber daran, dass Ihr Töchterchen sich nicht wie Sie bewegt und daher schneller kalt hat. Prüfen Sie daher öfter (alle 15-20 Min.), ob sie warm genug hat. Passen Sie die Dauer der Spaziergänge der Kälte an. Bis Ihr Kind vier Monate alt ist, gilt bei Temperaturen von -1° bis -5° Celsius 30 bis 45 Minuten spazieren. Wenn es kälter ist, maximal 30 Minuten.

Nun wünsche Ich Ihnen allen viel Spass beim Spazieren durch die Winterlandschaft.

Regina Steiner (Mütter- und Väterberaterin) und das kjz-Team


Haben Sie eine Frage zur Erziehung, zum Zusammenleben in der aktuellen Situation oder ganz allgemein zum Familienleben? Das kjz-Team beantwortet regelmässig Fragen in der «kjz-Sprechstunde». Schicken Sie Ihr Anliegen an ajb@fuerslebengut.ch